Was ist ARC?

ARC ist eine internationale ökumenische Organisation, die in den Sommermonaten Führungen in bedeutenden europäischen Kathedralen organisiert. Die Buchstaben ARC stehen für die französischen Wörter „Accueil“ (Empfang), „Rencontre“ (Begegnung) und „Communauté“ (Gemeinschaft). ARC gibt es auch in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Jedes Land entsendet Teilnehmer zu den einzelnen Kirchenführerprojekten – so entstehen kleine ARC-Gruppen mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern.

Diese Gruppen werden für drei bis vier Wochen im Sommer von einer Kirchengemeinde empfangen – beispielsweise in Erfurt, Speyer, Florenz, Rouen, London oder Venedig. Vor Ort werden die Teilnehmer für ihre Arbeit geschult. Da die wenigsten ausgewiesene Kirchenführer sind, erhalten alle eine umfassende Einführung in die Kunst- und Baugeschichte der entsprechenden Kirche. Danach beginnen die Führungen. Jeder Teilnehmer führt Touristen in seiner Landessprache. Untereinander wird auf Englisch oder Französisch kommuniziert.

Die Führungen sind für die Touristen kostenfrei. Das Kirchengebäude soll den Besuchern auf ganz besondere Weise nahe gebracht werden. Unser Motto lautet: „Steine zum sprechen bringen“. Die ARC-Führer gestalten ihre Entdeckungsreise durch die Kirche individuell und im Dialog mit den Besuchern. Jedes Jahr besichtigen unzählige Touristen ganz unterschiedlicher Herkunft die ARC-Kirchen und bringen verschiedenste Erwartungen, Interessen, Wissenshintergründe und religiöse Prägungen mit. Vielen von ihnen erschließt sich ein Kirchenbauwerk nicht auf den ersten Blick und vor allem an diese Menschen richtet sich unser Angebot. ARC-Führungen wollen in einen Dialog mit den Besuchern treten und den Kirchenbau verständlich machen. Hier liegt uns auch die interreligiöse Begegnung am Herzen.

Die ehrenamtliche Arbeit in der Kathedrale ist nur ein Teil eines jeden ARC-Projektes. Spannend ist zudem das Zusammenleben in der internationalen Gruppe. Menschen aus verschiedenen Nationen, mit unterschiedlichen Meinungen und Überzeugungen teilen für drei bis vier Wochen Wohnen, Arbeit, Gebet und andere Aktivitäten. Wie solch ein Projekt genau ausgefüllt wird, entscheiden letztlich die Teilnehmer selbst. Sie können Ausflüge organisieren, gemeinsam kochen und essen, Andachten gestalten und zahlreiche andere Dinge unternehmen.

Für Unterkunft und Verpflegung sorgen die Gastgemeinden. Die Teilnehmer tragen lediglich die Kosten für An- und Abreise.